Altbauten in Heidelberg - ob in der Altstadt, in Bergheim oder in Neuenheim - haben oft Rohrsysteme, die Jahrzehnte alt sind. Verstopfungen entstehen dort häufiger und die Reinigung erfordert mehr Sorgfalt als bei modernen Leitungen. Mit der richtigen Technik lässt sich das Problem aber zuverlässig lösen.
Besonderheiten alter Rohre
In Heidelberger Altbauten finden sich häufig Rohre aus Grauguss, Steinzeug oder altem Kupfer. Diese Materialien sind zwar langlebig, aber:
- Graugussrohre neigen zu Ablagerungen und Rost an der Innenwand
- Steinzeugrohre können durch Wurzeleinwuchs beschädigt werden
- Alte Verbindungsstellen sind oft undicht oder versetzt
- Der Rohrquerschnitt ist nach Jahrzehnten spürbar verengt
Typische Ursachen für Verstopfungen
Im Altbau sammeln sich Ablagerungen über viele Jahre. Fett, Seifenreste und Kalk setzen sich an rauen Rohrwänden fest. Hinzu kommen in manchen Heidelberger Stadtteilen Baumwurzeln, die durch undichte Stellen ins Rohr eindringen - besonders in älteren Gartenstädten wie Handschuhsheim.
Geeignete Reinigungsmethoden
Je nach Zustand der Rohre kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:
- Elektrische Rohrspirale: Löst mechanisch Verstopfungen, auch bei hartnäckigen Ablagerungen
- Hochdruckspülung: Reinigt die Rohrwände gründlich, vorsichtig dosieren bei alten Muffen
- TV-Kamerainspektion: Zeigt den Zustand des Rohres vor und nach der Reinigung
- Wurzelentfernung: Spezialfräsen entfernen eingewachsene Wurzeln
Wichtig: Bei sehr alten Rohren sollte die Hochdruckspülung mit reduziertem Druck erfolgen, um Schäden an den Verbindungsstellen zu vermeiden.
Wann ist eine Sanierung nötig?
Wenn die Rohrreinigung nur kurzzeitig hilft und die Verstopfung immer wieder auftritt, liegt oft ein strukturelles Problem vor. Eine Kamerainspektion kann zeigen, ob eine Rohrsanierung oder ein Rohraustausch sinnvoller ist als weitere Reinigungen. Die Kosten für eine professionelle Rohrreinigung im Altbau liegen je nach Aufwand bei ca. 80 bis 300 Euro, können aber je nach Zugang und Rohrtiefe auch höher ausfallen.
Häufige Fragen
Sind chemische Rohrreiniger bei Altbaurohren geeignet?
Chemische Mittel können alte Muffen und Dichtungen angreifen. Im Altbau sollten Sie auf mechanische Methoden oder einen Fachbetrieb setzen, um keine Schäden zu riskieren.
Wie oft sollte man Rohre im Altbau reinigen lassen?
Als Vorbeugung empfiehlt sich eine professionelle Reinigung alle zwei bis drei Jahre. Bei häufigen Verstopfungen lieber früher - und unbedingt eine Kamerainspektion in Betracht ziehen.
Wer übernimmt die Kosten im Mietverhältnis?
Grundsätzlich ist der Vermieter für die Instandhaltung der Rohre zuständig. War die Verstopfung durch Mieter-Verhalten verursacht, kann der Vermieter die Kosten anteilig weitergeben. Im Zweifelsfall klären Sie das vor der Beauftragung.